Repertoire

Charlotte Kaiser legt großen Wert auf die vielseitige Mischung eines Konzertrepertoires. Somit interessiert sie sich neben dem Spielen von barocker und klassischer Originalliteratur (u.A. von Domenico Scarlatti, Gabriele Leone, Nepumuk Hummel und Ludwig van Beethoven) mit und ohne Cembalo- oder Gitarrenbegleitung auch für die zeitgemäße Interpretation von romantischer Mandolinenliteratur. Ein großer Meister dieser Zeit war Raffaele Calace, dessen Preludien bis heute zu den virtuosesten Werken für Mandoline solo zählen und sich durch technischen Anspruch und großen musikalischen Affekt auszeichnen.

Vor allem begeistert Charlotte Kaiser sich für die Interpretation zeitgenössischer Komponisten wie Yasuo Kuwahara oder Heinrich Konietzny. Diese verleihen der Mandoline neue Ausdrucksformen, höchste Virtuosität vereint sich mit ausdrucksstarker Rhythmik und großem dynamischen Spektrum und bietet somit dem Zuhörer völlig neue Einblicke in die Welt der Mandolinenmusik.

Neben der solistischen Tätigkeit arbeitet Charlotte Kaiser zu verschiedenen Anlässen in unterschiedlichen kammermusikalischen Besetzungen, so zum Beispiel in Zupfquartetten (zwei Mandolinen, Mandola und Gitarre) oder mit Akkordeon. Außerdem adaptiert sie Geigenliteratur (z.B. Violinenkonzerte von Johann Sebastian Bach) auf die Mandoline und lässt sie auf neue Art und Weise erklingen. Dadurch ergibt sich auch neben originalen Mandolinenkonzerten die Möglichkeit, solistisch mit Orchestern aufzutreten. Beispiele für originale Literatur für Mandoline im Rahmen des klassischen Konzertprogrammes sind Konzerte von Hummel oder Vivaldi, sowie die Bühnenmusiken mit Mandoline in den Opern Don Giovanni (Wolfgang Amadeus Mozart) oder Otello (Guiseppe Verdi).